Alle Jahre wieder kommt die Updatezeit! Diesmal ist der (Source-)Baum allerdings besonders reich geschmückt, tummelt sich doch mit PHP 8 eines der am sehnlichsten erwarteten Pakete der letzten Jahre darunter.

  • PHP 8 ist offiziell veröffentlicht
  • Teils deutlich verbesserte Performance dank JIT
  • Wie immer gilt es Inkompatibilitäten zu vermeiden
  • PHP 7.2 fällt aus dem aktiven Support, PHP 7.1 ist offiziell veraltet

Just In Time

PHP 7.4 brachte letztes Jahr schon einen mächtigen Schub in Sachen Performance. Nun setzt PHP 8 mit seinem Just-In-Time (JIT) Compiler nochmal einen oben drauf. Wie bekannt von Java wird damit besonders aufwendiger Code automatisch und zur Laufzeit direkt zu nativem Maschinencode kompiliert. Das Ergebnis: rechenintensive Teile Ihrer Applikation laufen doppelt so schnell – oder sogar schneller.

Besonders bemerkbar macht sich dies, wenn größere Datensätze gefiltert und sortiert werden. Eingebettete Suchen in Webseiten profitieren ebenfalls, teilweise dramatisch. Wer sogar rechnerisch hochkomplexe Anwendungen wie Machine Learning oder Datenanalyse betreibt, für den ist der „JIT“ ein Muss. Aber selbst weniger aufwendige Operationen sehen, wenn sie oft genug durchlaufen werden, einen Leistungszuwachs.

Unterm Strich lässt sich sagen, dass PHP mit dem JIT Compiler in Sachen Geschwindigkeit endgültig aufgeschlossen hat zu Java und .NET, und das ohne seine konkurrenzlose Flexibilität zu verlieren.

Viel neues für Programmierer

Dazu kommen viele lang erwartete Features zu PHP hinzu, die vor allem Programmierern das Leben leichter machen werden, und Ihnen erlauben einfacher sauberen und gut lesbaren Code zu schreiben.

Persönlich sind besonders die sogenannten Weak Maps, der Mixed Type und Union Types interessant. Weak Maps erlauben langlebigen PHP-Prozessen wie Websocket Servern ein deutlich besseres Speichermanagement. Der Mixed Type macht es deutlich, dass der Rückgabewert einer Funktion unbestimmt ist. Das macht Code besser lesbar, und erleichtert Code Reviews ungemein. Union Types gehen in die gleiche Richtung, erlauben allerdings ein Eingrenzen auf mehrere Rückgabe- oder Parametertypen.

Dazu kommen aber noch viele weitere Features, die das Entwicklerherz höher schlagen lassen. Interessant ist das aber auch für Betreiber und Agenturen, denn Code auf Basis von PHP 8 ist besser lesbar, klarer Strukturiert und deswegen auch effektiver – und damit günstiger – zu entwickeln.

Kein Fortschritt ohne Arbeit

Gleichzeitig setzt PHP den Trend fort, sich von alten Ungereimtheiten los zusagen. Die Folge, wie bei jeder Version: Alter Code, der auf diese Ungereimtheiten vertraut hat, funktioniert nicht mehr.

Wer nun Angst hat, dass seine in die Jahre gekommene Anwendung damit das zeitliche gesegnet hat, dem möchte ich vorsichtig Entwarnung geben. Die Liste erscheint lang, aber effektiv sind die meisten Probleme durch diese Änderungen leicht zu beheben.

urbanstudio geht mit PHP 8 in sein drittes Jahr als Upgradespezialist für betagte PHP-Anwendungen und Webseiten. Ein effektiver Workflow und Erfahrung mit dem Instandsetzen von altem Code erlaubt uns ein Upgrade auf eine neue PHP-Version oftmals an einem einzigen Arbeitstag durchzuführen. Wie jedes Jahr erwarten wir regen Andrang, aber wir nehmen uns für jeden – auch für Sie – die nötige Zeit. Sprechen Sie uns einfach unverbindlich an.

PHP 7.1 ist veraltet: Update auf PHP 8

Grundsätzlich gilt, dass aktuelle Software besser und – was im Web besonders wichtig ist – sicherer ist. Daher ist ein Upgrade nie verschwendete Arbeit, und lohnt sich eigentlich immer. Allerdings ist es für einige wichtiger und dringlicher als für andere.

Besonders nötig ist ein Upgrade für Nutzer von PHP 7.1, denn das gilt nun offiziell als veraltet und erhält keine Sicherheitsupates mehr. Wer eine sogar noch ältere Version einsetzt, wie PHP 7.0 und das (leider) noch immer weit verbreitete PHP 5.6, für den ist es jetzt aber höchste Eisenbahn, denn sonst drohen im Falle eines Datenlecks infolge eines Hackerangriffes sogar rechtliche Konsequenzen.

Wer mit PHP 7.2 unterwegs ist, für den lohnt sich ein Upgrade zwar auf jeden Fall, aber noch ist man gerade so auf der sicheren Seite. Jedoch sollte man für nächstes Jahr schon einmal planen, insbesondere, wenn man eine größere Applikation betreibt. Auch hier helfen wir gerne und kümmern uns um einen reibungslosen Übergang.

BLABLA

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Mit 7.3 hat man die Qual der Wahl: Sinn macht es jedenfalls, vor allem in Sachen Geschwindigkeit, aber aus Sicherheitsaspekten hat man noch ein Jahr lang Ruhe, bevor man sich Gedanken machen muss.

Und wer schon PHP 7.4 hat, dem sagen wir ganz ehrlich: Wenn alles funktioniert, und ihre Webseite schnell genug ist, dann lehnen Sie sich zurück, und freuen sich (zumindest von PHP-Sorgen) unbeschwert auf die Weihnachtszeit.